3 September 2009

Chapter 4

Auf dem Weg zurück zum Hotel konnte ich zum ersten mal wieder in Ruhe durchatmen. Das war wohl etwas viel alles gewesen in den letzten Minuten. Am besten ich denke erstmal nicht mehr darüber nach. Das fiel mir aber verdammt schwer, mir schossen tausend Gedanken durch den Kopf. Ein wenig irritierte mich das alles schon, ich kam mir vor als hätte ich Rauschmittel konsumiert. Völlig in Gedanken versunken ging ich ins Hotelzimmer und sah dann Juli alleine auf dem Balkon sitzen. Sie hatte sich eine Kerze angezündet und trank Wasser. Na das war was! Da haben wir Urlaub und sie sitzt da alleine im Halbdunkel und trinkt stilles Wasser. Ich lief raus auf den Balkon und stellte mich an die Brüstung. “Hola chica” Sagte ich nur breit grinsend. Den darauf folgenden Blick kannte ich schon. Sie versuchte wohl eben herauszufinden wie es gelaufen war. “Wie war's?” Fragte sie dann auch gleich direkt mit einem breiten Grinsen. Kurz überlegte ich was ich sage und was nicht. “Ging so, die meisten waren noch gar nicht da” ”Wolltest du nicht warten?” ”Ach, ich weiss auch nicht, es war so voll dort und die Musik war mir zu laut. Ist nicht so mein Ding. Das Auto ist übrigens noch in Manacor, bin mit einer Freundin hergefahren die gleich hier wohnt” ”Können wir ja morgen mal abholen” ”Ja, dachte ich auch schon. Ich gehe dann mal duschen” Im nächsten Moment verschwand ich ins Bad.

Oh weia, warum log ich meine beste Freundin an? Gut, es war eine Art Notlüge. Ich wollte nicht über Rafa reden und wie klingt das denn wenn ich ihr sage das ich bei meinem Ex Rotwein trinken war? Sie denkt dann nur sonst was und stellt dumme Fragen. Ein bisschen ahnte ich das sie wusste, das ich ihr eben nicht die ganze Wahrheit erzählt hatte. Zum Glück stellte sie keine Fragen da sie wohl ahnt, das ich nicht darüber reden will. Deswegen war sie ja auch meine beste Freundin, manchmal fragt sie auch nicht obwohl ich weiss wie neugierig sie ist.
Am nächsten Tag fuhren wir früh mit dem Linienbus wieder nach Manacor. Ich wäre auch alleine gefahren aber Juli meinte am Strand liegen könnte sie auch noch am Nachmittag. Ich dachte schon die ganze Zeit daran beim Tennisclub lang zufahren und zu gucken was Rafa dort so treibt. Nur wie erkläre ich das Juli? Wäre sie nicht mitgekommen würde das gar nicht auffallen. Ich war schon ein bisschen gespannt darauf Rafa zu sehen. “Hast du dann noch Zeit?” Fragte ich so nebenbei. ”Ja ja, willst du noch wohin?” ”Rafa trainiert” Sagte ich Gedankenverloren während ich aus dem Fenster sah. Im nächsten Moment fiel mir ein was ich eben gesagt hatte. Ich sah neben mich und Juli zog exakt das Gesicht was ich erwartet hatte. Erstmal sagte sie nichts aber der Blick sprach für sich! “Den gibt es wirklich?” Ich verstand rein gar nichts. “Hä?” Sie räusperte sich laut und setzte einen unschuldigen Blick auf. “Nichts, vergiss es. Was trainiert er denn?” Kam es dann zögerlich. “Tennis” Sagte ich nur. “Von mir aus, ich habe Urlaub und somit Zeit. Braun werden kann ich auch auf staubigen Tennisplätzen” Damit war die Diskussion vorerst beendet. Oh weia, ich versank eben wieder in Tagträume über Rafa und rede dann auch noch dummes Zeug!

30 Minuten später saßen wir im Auto auf dem Weg zum Tennisclub. Erst wollte ich Rafa ja nicht sehen aber es war zu verlockend. Wenn wir in knapp einer Woche wieder nach Hause fliegen kann ich ihn dann sowieso nicht mehr sehen also warum nicht?! Hoffentlich ist er auch da, kann ja sein heute trainiert er mal nicht oder vielleicht erst am Abend. Ein wenig kribbelte es dann schon bei mir und es wurde schlimmer je näher wir zu dem Tennisclub kamen. Selbst hier sah alles noch aus wie vor sieben Jahren. Ich war früher des öfteren hier und meistens musste ich warten weil sich das Training länger hinzog als geplant. Meine Aufgabe bestand dann darin irgendwie die Zeit totzuschlagen.
Darin war ich in kürzester Zeit unfreiwillig Experte geworden. Es war manchmal echt nervig und ich fragte mich mehr als einmal warum ich meine Zeit damit verschwende stundenlang auf Rafa zu warten. Wenn es ganz blöd lief war Rafa nach dem Training total ko und ich rollte dann nur noch mit den Augen. Es war sinnlos darüber mit ihm zu diskutieren und ich wusste ja das bei ihm Tennis an erster Stelle steht. Ich dachte früher schon Rafa ist verrückt weil er wie ein Besessener trainierte aber es schien sich mehr als auszuzahlen.

Wir stiegen aus dem Auto und liefen dann zu den Tennisplätzen. Ich blieb in sicherer Entfernung stehen und sondierte erstmal die Lage. Rafa war tatsächlich hier! Er sah uns nur nicht, weil er mit dem Rücken zu uns stand. Auf der anderen Seite vom Platz stand Rafas Onkel und Trainer Toni mit Sonnenbrille und verschränkten Armen. Es war genau wie früher, Toni steht da und vergibt Kommandos und Rafa hechelt quer über den Platz in der größten Mittagshitze. Etwas schmunzeln musste ich schon als ich über das Outfit von Rafa nachdachte. Der hatte eine echt irre Kombination an bestehend aus kurzen Hosen in beige mit orangenen Streifen und oben ein gelbes Shirt kombiniert mit einem hellblauen Bandana. An den Knien hatte er noch die weissen Tapes, aber die machten es auch nicht mehr schlimmer. Bei allem Respekt, das sah einfach nur fürchterlich aus in der Kombination. Hoffentlich denkt Juli jetzt nicht das er immer so rumläuft. “Ist das dein Ex?” Mit einem breiten Grinsen sah ich zu Juli. “Sí!” ”Stylishes Outfit, also ich meine gewagte Kombi” Kam es trocken von ihr und das war sicher noch nett formuliert! “Dachte ich auch eben” Wir sahen uns gegenseitig an und lachten in der nächsten Sekunde beide laut los. “Also ich meine es ist äh wie soll ich sagen, sehr bunt alles” Bei ihrem Versuch das noch zu umschreiben musste ich nur noch mehr lachen. ”Sag's ruhig, es sieht total daneben aus. Ich finde es auch grausam. Sollte der an einem anderen Tag so was noch mal anziehen, sage ich ihm das dann auch. Ich meine, er hat so was nur im Training an” Ihr Grinsen hatte schon so einen leicht dämlichen Touch. “Da hilft nur noch ausziehen” Ich musste mich sehr beherrschen jetzt keinen zweideutigen Spruch zu sagen. “Mhh” Machte ich und schluckte erstmal kräftig. ”Spielt er auch Turniere?” Ok, sie hatte also keinen Schimmer. Entweder weil sie ihn nicht kennt oder weil sie seinen Name noch nicht kennt. Ich stellte mir eben vor wie Rafa auf die Frage reagieren würde ob er Turniere spielt. Der würde wohl denken sie will ihn auf den Arm nehmen oder es soll eine ganz ausgefallene Anmache werden. Mir lag schon auf der Zunge das sie ihn das selbst fragen soll aber wie ich sie kenne macht die das wirklich. Ich wollte ja nicht, das es zu einer unangenehmen Situation kommt. Eben als ich ansetzen wollte um sie aufzuklären sah ich wie Toni mit seiner Hand in unsere Richtung zeigte. Bevor ich irgendwie reagieren konnte, drehte Rafa sich auch schon um. Sein Gesicht war echt gut als er uns sah. Im nächsten Moment legte er seinen Schläger weg und kam direkt auf uns zu. Nein, bitte nicht!


“Hola Diana, was für eine Überraschung! Was machst du denn hier?” Ich zog ein etwas hilfloses Lächeln und suchte fieberhaft nach den passenden Wörtern. Sein Anblick verschlug mir glatt die Sprache aber nicht wegen dem Outfit sondern weil er so schön durchgeschwitzt war, was mich unweigerlich auf unanständige Gedanken brachte. ”Na ja, du hast gesagt, das du trainierst” Im nächsten Moment fiel mir Juli wieder ein. “Ach äh, das ist meine Freundin Julietta, kurz Juli” Rafa nickte ihr kurz zu und sah dann wieder zu mir. “Also ich habe jetzt eben keine Zeit aber ihr könnt von mir aus hier warten” ”Wie lange geht es denn noch?” Fragte ich etwas skeptisch. ”30 Minuten” ”Also 45 Minuten noch” Sagte ich trocken. Ein paar Sekunden später zog er wieder das umwerfende Lächeln. “Mal sehen!” Im nächsten Moment drehte er sich um und lief auf den Platz zurück um weiter zu trainieren. Ich biß mir auf die Unterlippe und sah vorsichtig zu Juli. Sie sah mich schon so merkwürdig an, irgendwas kam da gleich, ich kenne sie doch! “Was?” Fragte ich dann breit grinsend nach da sie nichts sagte. “Nimm’ es nicht persönlich aber von dem hätte ich mich auch nicht freiwillig getrennt” Ich musste gleich kichern, die war echt verrückt! “Wenigstens eine die mich versteht” Sagte ich mehr scherzhaft und kicherte weiter. “Gibt's hier irgendwo noch mehr von der Sorte?” Hatte ich das eben richtig verstanden? Ihr Grinsen deutete genau das an was ich eben dachte. Das hörte sich ja an als wäre Rafa eine Art Gegenstand. “Hier um die Ecke ist gleich ein Fleischer, vielleicht gibt's da was passendes für dich” ”Ja Sorry, es tut mir leid, ich konnte nicht anders” Ich sagte erstmal nichts und hoffte das sie nicht noch so einen Spruch bringt. Es war aber beruhigend zu wissen, das ich nicht die einzige mit abschweifenden Gedanken war. Daran ist Rafa aber auch selbst Schuld, er braucht sich gar nicht zu wundern auch wenn er es nicht mit Absicht macht.
“Irgendwie kommt der mir bekannt vor, spielt der gut?” ”Geht so. Er hat vor knapp einer Woche Wimbledon gewonnen” Sagte ich ganz trocken als wenn es nichts besonderes wäre. “Du verarschst mich!“ Kam es breit grinsend. “Frage ihn doch wenn du mir nicht glaubst” Ich sah schon wie sich ihr Gesicht in Schock verwandelte, fehlte nur noch das ihr die Kinnlade runter klappte. “Echt jetzt?” Fragte sie schon mit so einem skeptischen Unterton in der Stimme. “Ja echt, frage ihn doch wenn du es mir nicht glauben willst!” “Oh mein Gott!” Stammelte sie dann leise und schnappte schnell nach Luft. Ein paar Sekunden sagte keiner was, ich wollte sie erstmal Luft holen lassen. “Ich fasse es nicht! Das war doch in allen Zeitungen letzte Woche” Ja, so konnte man es auch sehen. “Mhh, stimmt” Stellte ich nüchtern fest. “Lass mich raten... Nadal” ”Exakt, du hast es erfasst. Anscheinend kennst du ihn ja doch” “Jetzt wo du es sagst schon, ja. Sage mir wenn ich falsch liege aber kann's sein das der alles gewinnt?” “Sagen wir fast alles. Da wären noch Kleinigkeiten wie die Australian Open und die US Open die ihm fehlen” “Warum hast du nie was gesagt? Ich meine, das muss ich erstmal verdauen” ”Was hätte ich denn sagen sollen? Ach übrigens ist mein Ex die Nummer zwei der Tennis Weltrangliste und gewinnt alles?” ”Zum Beispiel” ”Du weißt es ja jetzt” ”Hättest du es nie gesagt wenn es nicht so rausgekommen wäre?” Ich zuckte mit den Schultern. Die Frage war gut! “Wahrscheinlich nicht. Ich meine, das ist doch kein großes Ding, ja gut er ist überall bekannt außerdem will ich nicht, das mich alle ständig nach ihm fragen” ”Schön das du mich als alle bezeichnest” War sie jetzt sauer? “So meinte ich das doch nicht. Ich meine nicht dich sondern allgemein, ich will nicht ständig daran erinnert werden” ”Wenn du nicht daran erinnert werden willst warum sind wir dann jetzt hier?”

Ich wich ihrem Blick aus und antwortete gar nichts. Ja, warum waren wir jetzt hier? Vielleicht weil ich Rafa einfach sehen wollte? Ich kann's doch auch nicht ändern!
Im nächsten Moment bereute ich es fast schon mit ihr hier her gekommen zu sein. Das letzte was ich brauchte war jemand der mir andauernd schlaue Ratschläge gibt. Ich wusste selbst, das ich mich zu meiner eigenen Sicherheit von Rafa fernhalten sollte. Der hat nur eine unheimliche Anziehungskraft auf mich. Ich wusste jetzt schon, das ich schwach werden würde wenn er irgendwie versuchen würde sich mir anzunähern. Ich konnte mich schon vor sieben Jahren nicht von ihm fern halten und das würde jetzt genauso wieder werden. Es gab nur eine Möglichkeit, ich lasse es gar nicht erst soweit kommen und gehe ihm aus dem Weg. “Es dauert noch Stunden, am besten wir gehen” Sagte ich dann mit einem ernsten Gesicht. ”Mhh, wie du meinst” Ich hatte ihr ja noch nicht erzählt das Rafa gesagt hatte das wir hier warten können bis er fertig ist. Wie gut, das sie kein spanisch konnte, sonst würde ich jetzt in einer noch größeren Klemme sitzen! Bevor es zu noch peinlicheren Situationen kommt würde ich eben gehen. Wir drehten uns um und liefen zum Auto zurück. “Was macht der eigentlich hier?” ”Rafa?” ”Ja” ”Sieht aus wie Tennis spielen” Ich sah schon wie sie genervt mit den Augen rollte. “Ja, ich meine, wieso spielt der hier wenn er Wimbledon gewonnen hat? Hat der nix zu tun oder macht der hier Urlaub?” ”Er wohnt hier” ”Immer noch?” ”Wieso nicht?” ”Na ich dachte er wohnt in einer größeren Stadt. Die trainieren doch alle in Florida oder was weiss ich wo” ”Rafa nicht. Willst du damit sagen das du nicht glauben kannst das er in dem Nest hier trainiert und trotzdem gewinnt?” ”Mhh, ja! Ich wusste nicht das er von hier ist also ich meine, ach egal, vergiss es am Besten”

Wir fuhren nach Porto Cristo zurück und gingen am Nachmittag noch an den Strand. Da hatte ich mir nun extra Bücher gekauft die ich hier lesen wollte und jetzt kam ich nicht dazu. Zeit hatte ich schon aber ich konnte mich absolut nicht konzentrieren. Juli schien das Problem nicht zu haben, die verschlang ein Buch nach dem anderen. Sie hatte zum Glück nicht weiter nachgefragt wegen heute früh, wir hatten kein Wort mehr über Rafa verloren. Vermutlich versucht sie sich erstmal von dem Schock zu erholen ihn zu sehen aber das ging mir gewissermaßen auch so. Da kommen sicher noch Fragen, ich fürchte da Rafa so bekannt ist, wird sie das doch schon interessieren.


Das ging so weiter in den nächsten Tagen. Wir gingen früh immer an den Strand und blieben da bis ungefähr nachmittags um vier. Nach dem Abendessen im Hotel gingen wir meistens noch was trinken und dann irgendwann in der Nacht ins Bett. Wir blieben die ganze Zeit in Porto Cristo oder in der näheren Umgebung. Ich dachte natürlich mehrmals daran nach Manacor zu fahren aber ich wusste schon was sie sagen würde. Verbieten konnte sie mir ja nichts, schließlich war sie meine beste Freundin und nicht meine Mutter. Irgendwo war ich froh das sie mit hier war, sonst würde ich noch viel schneller unüberlegte Dinge tun. Sie hatte ja nicht gesagt das ich nicht nach Manacor fahren soll aber ich sah es ihr förmlich an. Zeit zum nachdenken hatte ich ja gehabt und der Gedanke, dass ich in ein paar Tagen wieder Rafa nicht sehen kann gefiel mir gar nicht. Jetzt bin ich schon mal hier und er auch und wir sehen uns trotzdem nicht. Gefühlsmäßig war ich in einem ziemlichen Dilemma. Auf der einen Seite mein Freund, der mich jeden Tag anruft und mir erklärt das er mich ganz sehr vermisst und es kaum erwarten kann das ich wieder in Deutschland bin und auf der anderen Seite Rafa. Selbst das ich wusste das er eine Freundin hat schreckte mich nicht ab. Es war unerheblich wie Rafa sich verhielt, alleine ihn zu sehen war schon zu viel für mich. Ich wusste doch, dass er wahrscheinlich gar nicht ahnt was in mir vorgeht. Vermutlich wundert er sich weil wir vor ein paar Tagen wortlos verschwunden sind aus dem Tennisclub.


Als wir mal wieder am Strand waren, dachte Juli wohl sie muss mich zu Tode erschrecken indem sie ihr Buch laut zuschlägt. Ich zuckte erschrocken zusammen und sah sie dann finster an. “Musst du mich so erschrecken?” Sie legte das Buch in ihre Tasche zurück und grinste dann breit. “Wollte nur sehen ob du reagierst” ”Wieso?” ”Weil du seit geschätzten zwei Stunden auf exakt die gleiche Stelle starrst” ”Dachte nur bisschen nach” Ich drehte mich auf den Bauch und wollte mich dann weiter sonnen. Da konnte ich ja auch noch nicht ahnen, das sie jetzt nicht locker lässt. “Lass mich raten... es ist nicht wegen Alex?” ”Mhh” Machte ich nur und hoffte das sie einfach aufhört mit fragen. “Willst du nicht nach Manacor fahren?” Na schön, sie wollte es also darauf ankommen lassen! Wenn sie so offensichtlich nachbohrt, könnte ich ausrasten. Ich drehte mich wieder auf den Rücken und rollte genervt mit den Augen. “Sieht nicht so aus oder?” ”Ich dachte du wolltest deine alten Freunde wieder besuchen?” ”Hab's mir eben anders überlegt” Antwortete ich trotzig. ”Was bist du denn gleich so gereizt?” ”Ich bin nicht gereizt!” Sagte ich etwas lauter und versuchte ruhig zu bleiben. ”Natürlich, du verhältst dich die letzten Tage schon so komisch. Ich kenne dich doch!” Leider, dachte ich so für mich. Ich wünschte sie würde mich einfach in Ruhe lassen. “Mensch Diana, ich will dir doch nichts böses. Es tut mir leid wenn ich frage und du nicht darüber reden willst. Ich weiss nur nicht wie ich mit dir umgehen soll. Ich will nicht das wir uns jetzt streiten” Ja, sie hatte ja Recht. Nur muss sie jetzt schon wieder mit dem Thema anfangen? “Ja, es tut mir Leid das ich dir die Urlaubslaune vermiese. Das ist mir nur zu viel alles hier, es kommt alles wieder hoch und ich meine, ach ich weiss auch nicht” Ich sah schon wie sie schluckte und mich dann mit einem ernsten Gesicht ansah. “Es ist wegen Rafa oder?” Ich wich ihrem Blick aus und schluckte nur. Ja, es war wegen Rafa, wollte sie das hören? Ich kann doch auch nichts dafür! Irgendwie hatte ich das nicht mehr unter Kontrolle und dieses Gefühl hasste ich! Darüber diskutieren wollte ich jetzt schon gar nicht. In der nächsten Sekunde packte ich meine Sachen zusammen und verliess wortlos den Strand.

1 comment:

  1. Scheint, als ob da von beiden Seiten noch starke Gefühle da sind. Viel Zeit ist ja nicht mehr. Hoffentlich sehen sie sich nochmal wieder! :)

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