29 November 2009

Chapter 19

Ich ging noch fix duschen und fiel dann ins Bett. Ah, endlich mal alleine! Ein ereignisreicher Tag neigte sich dem Ende entgegen. Man konnte auch sagen mein schlimmster Alptraum wurde wahr dabei lief es noch glimpflich ab. Was wird Alex jetzt wohl machen? Er ist sicher in einem Hotel irgendwo am Flughafen oder er hat noch einen Flug bekommen und ist vielleicht schon wieder in Deutschland.
Ich glaube nicht das er die zwei Tage noch hier bleibt und Übermorgen mit dem gleichen Flug wie ich fliegt. Er will mich sicher eine Weile lang erstmal nicht sehen. Ich bereute es schon das er es so erfahren musste, das er mich mit Rafa in flagranti erwischt wollte ich so nicht. Das war sicher besonders bitter für ihn. Ich kann aber nicht ständig auf die Gefühle von Alex Rücksicht nehmen.

Am nächsten Tag war ich etwas ruhiger, es tat gut mal eine Nacht über alles zu schlafen. Die Situation war noch so neu das ich mich erst daran gewöhnen musste das Alex weg ist. Als ich aufwachte dachte ich erst es war ein schlechter Traum aber mir fiel ziemlich schnell ein, das es die Realität ist. Nachdenken konnte ich aber auch zu Hause wieder also versuchte ich die letzten beiden Tage hier zu genießen, ich war hier her gekommen mit der Absicht mich zu Erholen.
Glücklicherweise liess Rafa ein bisschen locker. Kann ja sein der wittert Morgenluft und glaubt, das ich jetzt vom einen Tag auf den anderen eine neue Beziehung anfange oder so aber so einfach geht das nicht. Ich kann nicht nahtlos meinen Freund austauschen wie ein Auto oder so was. Außerdem wusste ich nicht mit Sicherheit wie Rafa sich das vorstellte. Will er tatsächlich das gleiche wie vor sieben Jahren? Das würde heißen wir machen einen auf total glücklich und vergessen die sieben Jahre dazwischen.
Der Gedanke war natürlich verlockend, wir hatten ja jetzt ein paar mehr Möglichkeiten als vor sieben Jahren. Immerhin konnten wir selbst entscheiden ohne jemanden um Erlaubnis fragen zu müssen. Zumindest hatte ich schon entschieden, das ich nicht mit Rafa nach Mallorca fahre für die zwei restlichen Tage. Ich musste zu Hause erstmal alles in Ordnung bringen auch wenn mir unwohl war bei dem Gedanke daran.
Da kommen sicher noch unangenehme Begegnungen mit Alex auf mich zu. Und dann wird Rafa nicht dabei sein aber ich kann ja notfalls Juli oder meinen Vater mit nehmen wenn es mir zu gefährlich wird mit ihm alleine zu sein. Auf das Gesicht meiner Eltern war ich schon gespannt, die würden Augen machen wenn sie erfahren das ich wieder einziehe.

Leider müssen wir morgen schon wieder nach Hause, wie schade das der Urlaub schon vorbei ist. Das war dann wohl endgültig der letzte Urlaub für dieses Jahr. Ich hatte ja auch nur begrenzte Urlaubstage und konnte nicht wochenlang frei nehmen. Juli zog auch schon so ein leicht depressives Gesicht den ganzen Tag. Wahrscheinlich dreht sie heute schon am Rad bei dem Gedanke, das sie Tomeu Übermorgen nicht mehr sehen kann.
Ganz so schlimm war's bei mir noch nicht, ich denke ich halte es eine Weile ohne Rafa aus. Etwas nachdenklich wurde ich schon als Tomeu mit Juli verschwand und ich mit Rafa alleine auf der Terrasse sass. Es war fast dunkel, auf dem Tisch standen zwei Kerzen, die alles in ein warmes Licht tauchten. Wie gerne würde ich in Deutschland auch bis spät in die Nacht auf dem Balkon sitzen! Das fehlte mir, es war mir echt zu kalt und ungemütlich in Deutschland zumindest in den Wintermonaten. Ich sah aufs Meer und liess meine Gedanken schweifen.
“Diana” Ich sah über den Tisch und rollte mit den Augen. “Was?” Rafa rückte näher und grinste schon so eigenartig. “Du willst wirklich morgen nach Deutschland zurück?” Ich konnte mir ein kichern nicht verkneifen. “Du gibst nicht auf oder?” ”No! Das ist auch der Grund warum ich die Nummer eins im Tennis bin, weil ich nie locker lasse” Ich schüttelte mit dem Kopf und lachte. “Die anderen Spieler hassen dich sicher” ”Ich tue was ich kann” Er stand auf und lief um den Tisch bevor er sich direkt neben mir nieder liess, er sass mir ja erst gegenüber. Ich drehte meinen Kopf zur Seite und war gespannt was gleich kommt.
Da er aber nichts sagte, folgte ich seinem Blick zu meiner linken Hand. Der Ring! Das war der den Alex mir geschenkt hatte an dem Tag als wir ein Jahr zusammen waren. Den Ring hatte ich total vergessen! Ich schätze, den brauchte ich jetzt nicht mehr. Ohne groß nachzudenken machte ich ihn ab und warf ihn im hohen Bogen über die Terrasse ins Meer.
War mehr ein symbolischer Akt für das Aus mit Alex. Als mein Blick weiter zu Rafa wanderte, merkte ich erst das sein Lächeln einem ziemlich nachdenklichen Gesicht gewichen war. Der Blick gefiel mir gar nicht, da will ich ihn nur reflexartig umarmen. “Hast du eigentlich den Ring von mir noch?” ”Sí, der ist aber zu Hause. Ich könnte mich sowieso nicht trennen davon” Kurz huschte ein Lächeln über sein Gesicht aber das verflüchtigte sich dann wieder. “Ist echt viel passiert die letzten Tage” ”Kannst du laut sagen” Antwortete ich zögerlich bevor wir uns wieder anschwiegen. Vorhin war die Stimmung so locker und ausgelassen aber es drohte eben zu kippen.
Wenn wir jetzt depressive Stimmung verbreiten ist auch keinem geholfen. “Vielleicht beruhigt er sich ja wieder” Ich sah Rafa nur mit einem verständnislosen Blick an. Macht er Witze? Ich möchte Rafa mal sehen wenn ich ihm sage das ich es mir überlegt habe und doch Alex zurück will. Mir war völlig klar, das Rafa das gewissermaßen freut das Alex weg ist. “Wie würdest du denn reagieren an seiner Stelle?” Er nickte leicht und sah betreten nach unten auf die Fliessen. “Wahrscheinlich genauso” Ich schüttelte langsam mit dem Kopf und sah von Rafa weg.
“No, es gibt kein zurück. Ich hätte sowieso immer ein schlechtes Gewissen und ich weiss das er mir das ewig vorwirft” ”Nur wegen dem Kuss?” Ich schluckte überlegte ob ich jetzt sage was ich denke oder nicht. “Du weißt genau das es nicht nur der Kuss war” ”Wie lange wart ihr zusammen?” ”Knapp 1 1/2 Jahre” Länger als ich damals mit Rafa zusammen war aber vielleicht waren die knapp acht Monate damals ja nicht alles. Wenn ich so recht überlegte kenne ich niemanden, der nach sieben Jahren wieder mit dem Expartner zusammen ist.
Meistens entwickelt man sich in unterschiedliche Richtungen und es funktioniert dann einfach nicht mehr. Umso erschreckender fand ich ja das ganze hier ja auch. Ich hatte doch so meine Zweifel ob das überhaupt funktionieren würde mit Rafa und damit meine ich nicht das er so wenig Zeit hat. Ich wollte nicht das wir uns total überstürzt auf etwas einlassen was wir dann bereuen wenn sich rausstellt, das es doch nicht so einfach ist. Es war nicht meine Absicht alles zu ruinieren und genau das war meine Angst. Wenn das schief geht, gibt es kein zurück mehr.
Ich kam dann wieder zurück in die Realität. “Ich ähm, gehe dann mal nach oben” ”Mhh buenas noches” ”Dir auch” Ich zog ein kurzes Lächeln und ging dann. Heute gab es keine Küsse, auch keine auf die Wange, mir war eben nicht danach. Obwohl es mir schwer fiel, versuchte ich nicht ständig nachzudenken.

Als ich mit duschen fertig war und aus dem Bad kam, erschrak ich mal wieder zu Tode als ich Rafa im Dunkeln im Flur stehen sah. Mein Gott, wieso macht der nie Licht an? “Was machst du hier im Dunkeln?” Fragte ich und blieb vor ihm stehen. “Ich dachte nur nach” Er dachte nur nach? Und warum steht er dann im Dunkeln im Flur und geht dazu nicht in sein Zimmer? “Aha” Sagte ich nur, und war mir unsicher ob ich weitere Erklärungen dazu hören wollte oder nicht. “Hast du noch ein paar Minuten Zeit?”
Fragte er etwas unsicher und sah mich mit großen Augen an. ”Klar” Er lief mir nach in mein Zimmer und blieb vor dem Bett stehen. “Du kannst dich auch hinsetzen” Sagte ich während ich meine Sachen die ich vorhin getragen hatte zusammenlegte und im Koffer verstaute. Rafa setzte sich auf die Bettkante und er machte irgendwie einen merkwürdigen Eindruck auf mich, irgendwas beschäftigte ihn. Schweigend setzte ich mich dann direkt neben ihn und wartete.
“Ich habe gar keine Lust wieder nach Hause zu fahren” ”Warum nicht?” Fragte ich erstmal. “Ich habe keine Lust mich zu rechtfertigen” ”Musst du doch auch nicht” ”Du kennst ja meine Eltern” ”Was sollen die schon sagen? Ich meine, denen bleibt keine Wahl als deine Entscheidung zu akzeptieren oder?” ”Schön wär's!” ”Ich weiss ja nicht was deine Eltern für verdrehte Ansichten haben aber die können doch nicht von dir erwarten das du nur weil sie es wollen mit jemandem zusammen bist” Ich dachte sein Gesicht hellt sich mal ein bisschen auf aber das war ein Irrtum.
”Verstehe mich nicht falsch aber ich denke nicht das sie begeistert sind wenn du wieder auftauchst” Ich schluckte erstmal und liess das sacken. Das hieß also das seine Eltern nicht wussten das ich hier bin, meine wussten ja auch nichts von Rafa aber ich denke nicht das sie ein Problem mit ihm hätten. Das schienen seine Eltern ja anders zu sehen. “Warum?” Fragte ich nur mit einem kräftigen Schlucken. Soweit war es ja noch lange nicht aber ich wusste schon wie Rafa das gemeint hatte. “Ich kann meine Mutter schon hören. Die glaubt wahrscheinlich das du wieder einfach so verschwindest und das sie es dann ausbaden kann weil ich neben der Spur bin” Kurz musste ich die passenden Worte suchen.
“War es echt so schlimm?” Fragte ich leise und sah ihn von der Seite an. “Leider ja. Ich weiss das es der falsche Weg war aber ich habe mich total gehen lassen. Meine Mutter hat wohl heute noch Albträume wenn sie daran denkt” ”Ich will dich doch nicht absichtlich unglücklich machen” Er sah mich an und zog ein verzweifeltes Lächeln. “Ich weiss das doch!” Waren ihm andere Leute echt so wichtig das er dadurch von seiner eigenen Meinung abzubringen war? Ich kann ja verstehen, das er seine Eltern um Rat fragt aber das ging mir ein bisschen zu weit. “Es ist deine Entscheidung” Sagte ich ernst und sah von ihm weg. Wenn er schon bei seinen Eltern so ein Problem sieht, was macht er dann wenn die Presse das rausfinden sollte?
Wenn ich mit ihm zusammen bin, will ich auch sicher sein das er auf jeden Fall hinter mir steht. Soweit war's ja noch nicht aber wenn er jetzt schon so anfängt, zweifele ich nur noch mehr an dem ganzen. Vielleicht sollten wir es einfach lassen bevor alles kaputt geht.

Je länger er nichts sagte, umso unangenehmer wurde das für mich. “Es ist mir egal was meine Eltern davon halten” Kam es dann leise aber bestimmt. Ich zog meine Augenbrauen hoch und sah ihn vorsichtig von unten an. “Wirklich?” Er nickte leicht mit dem Kopf und zog ein vorsichtiges Lächeln. “Sí, ich lasse mir von niemandem in meine Beziehung reinreden. Das lief viel zu lange so. Ich will mit dir zusammen sein und es ist mir egal was andere davon halten” Mein Lächeln wurde langsam wieder breiter. So gefiel mir das schon viel besser!
“Ich überlege es mir” Antwortete ich mit einem frechen Grinsen. Sein Lächeln wurde gleich breiter. Mein Gesicht wurde dann aber gleich wieder ernst. Ich wollte ihn nicht so abspeisen nachdem er sich dazu durchgerungen hat mit direkt zu sagen das er mit mir zusammen sein will. Das er das direkt sagt, hätte ich so schnell nicht erwartet. Ich nahm seine Hand in meine und sah ihn an. “Rafa, ich weiss dein Interesse an mir wirklich zu schätzen. Ich will nur nichts überstürzen” ”Kann ich verstehen, ich will dich nicht unter Druck setzen, ich wollte nur das du das weißt” Aww, er war zu süß! Mein Lächeln ging sicher vom einen Ohr zum anderen, Rafa ist zu perfekt.
Es war doch schon mal ein sehr gutes Zeichen das er mir so weit vertraut das er mir sagt was er denkt und fühlt. Wenn er mich dann noch so ansieht, brennen bei mir alle Sicherungen durch. Spontan schlang ich meine Arme um seinen Hals und zog ihn so nah es ging an mich. Am liebsten würde ich ihn nie mehr loslassen. Die Frage ob ich mit ihm zusammen sein will oder nicht stand gar nicht, es ging nur um den richtigen Zeitpunkt. Ich müsste ja mehr wie blöd sein Rafa abblitzen zu lassen. Warum, wusste ich auch nicht genau aber ich war eben total glücklich. Etwas löste ich mich dann wieder von ihm. Sein Lächeln war ansteckend, das wollte ich sehen.
“Perdó, es überkam mich eben” ”Ich denke, damit kann ich leben” Ich drückte ihn nach hinten bis er auf dem Rücken lag und machte es mir seitlich direkt an ihm bequem. “Du bist zu nett zu mir” Ich dachte sein Lächeln kann nicht mehr breiter werden. “Weiss ich” Kam es dann trocken. Ich musste lachen und umarmte ihn wieder. Die Nähe zu ihm tat richtig gut, bei mir kribbelte es gleich wieder. Obwohl ich ihn schon einige Jahre kenne, kribbelte es richtig schön wenn ich ihn sehe. “Ich habe das richtig vermisst” Er drehte seinen Kopf und sah mich an. “Was?” ”Die Nähe zu dir” ”Das ließe sich ja ändern” Ich rollte erstmal mit den Augen und schlug scherzhaft nach ihm.
War ja klar, wie er den Satz wieder auffassen würde. Die Art von Nähe hatte ich jetzt nicht gemeint. “Das meinte ich nicht!” Versuchte ich ernst zu sagen, musste dann aber leider wieder kichern. “Du lügst mich an!” Jetzt musste ich richtig lachen. “Quatsch, das würde ich doch nie tun! Du musst ja nicht von dir auf andere schließen no?” ”Bueno, ich erinnere dich zum gegebenen Zeitpunkt daran” “Wenn's dich glücklich macht” Seinem Lächeln nach zu urteilen glaubte er mir kein Wort. Obwohl ich es hätte ja wissen müssen wie er den Satz auffasst. Hinterher ist man immer schlauer. Ich setzte mich hin und zog ein strenges Gesicht. “Dann kannst du ja in dein Zimmer gehen, ich würde jetzt gerne schlafen” Er blieb liegen und bewegte sich keinen Zentimeter. “Ich denke gar nicht daran aufzustehen” So faul wie Rafa da lag glaubte ich ihm das sofort.
“Bueno, dann gehe ich eben” Ich wusste schon was er vor hatte und sein Gesicht auf meine letzte Äußerung war echt gut! In der nächsten Sekunde stand ich auf und verließ das Zimmer ohne noch was zu sagen.

Ich freute mich schon als ich daran dachte was er jetzt für ein Gesicht ziehen wird. Er wollte es doch so! Von mir aus tauschen wir auch die Zimmer. Ich verschwand also in dem Zimmer das eigentlich Rafa zugeteilt war und machte es mir da bequem. Mühsam versuchte ich den Gedanke zu verdrängen, das Marina kürzlich hier auch mit geschlafen hat. Damals war alles noch in Ordnung. Mir kam es wie eine Ewigkeit vor dabei waren seit dem ganzen erst zwei Tage vergangen. Um nicht auf dumme Ideen zu kommen machte ich das Licht aus und drehte mich auf die Seite. War auch besser, da sah ich das Chaos hier nicht mehr.
Rafa hatte ein Talent seine Sachen lose im ganzen Raum zu verteilen, Aufräumen war definitiv nicht seine Stärke. Ich lag kaum auf der Seite und hatte meine Augen geschlossen als ich hörte wie die Tür aufging. Ich schlug meine Augen wieder auf, es war alles dunkel. “Was willst du?” Fragte ich gleich. “Hab's mir nur anders überlegt, ich ziehe es doch vor in meinem Zimmer zu schlafen” ”Ach so und ich dachte schon du verfolgst mich” ”No aber keine Angst, du kannst hier bleiben. Ich bin da großzügig” Ich würde jetzt mit dem Kopf schütteln aber das sah er ja nicht im dunkeln. Wenn ich den in die Finger kriege!
“Soll ich mich auch noch dafür bedanken?” Fragte ich absichtlich überspitzt. “Später” Er kam dann näher und setzte sich erst auf die Bettkante bevor er neben mir lag. Das war noch nicht alles, er meinte das ihm auch ein Teil von der Decke zusteht. Hallo? Wo kommen wir denn da hin? Ich zog hartnäckig am anderen Ende und wollte nichts abgeben von der Decke. “Diana!” Kam es dann streng im Dunkeln. “Was?” Fragte ich in der gleichen Tonlage zurück. Bevor ich wusste was los war, zog er kräftig an der Decke und ich hatte nichts mehr zwischen den Fingern. War ja klar, das ich den kürzeren ziehe dabei. Ich hatte Mühe nicht laut zu lachen und setzte mich im Dunkeln hin. “Es wird kalt!” Beschwerte ich mich sofort in einer trotzigen Tonlage. “Du kannst gerne näher rücken” Na warte, dem wird das lachen schon noch vergehen! Ich rückte näher an ihn und versuchte einen Teil der Decke zu ergattern.
Inzwischen lag ich doch fast direkt an ihm, das wollte er ja auch erreichen, vermute ich mal. “Bist du zu allen Frauen so nett?” ”Sí, ich habe ein großes Herz und kann so schlecht no sagen” Ich schlug wieder nach ihm, er hatte es auch verdient! “Autsch, würdest du bitte aufhören ständig nach mir zu schlagen?” ”Erstens hast du das verdient und zweitens schlage ich gleich so richtig zu!” Bevor ich erneut ausholen konnte, hielt er mit seiner Hand meinen Arm fest. Ich habe doch sowieso keine Chance gegen ihn!
Er musste mir nicht beweisen das er mir kräftemäßig überlegen ist, ich hätte es ihm auch so geglaubt. Das sich das ganze trainieren auszahlte sah man ja auch so. “Fasse mich nicht an!” ”Du zwingst mich” Ok, so kriege ich ihn nicht aber hey, dann versuche ich was anderes, früher oder später gibt er schon nach. Wenn ich richtig gehässig wäre, würde ich an seinen Schwachstellen ansetzen. Zu dumm das wir schon mal zusammen waren und ich genau weiss wie ich ihn ärgern kann.

Ich befreite meinen Arm aus seinem Klammergriff und versuchte ihn zu umarmen. Leider hatte er etwas an, das bisschen Stoff von seinem Shirt war schon zu viel Stoff zwischen uns. Ganz dreist zog ich es etwas nach oben und liess meine Hand darunter verschwinden. Das war doch gleich viel besser um nicht zu sagen es war fantastisch! Wie schade das es dunkel war, bei dem Anblick würde mir sonst jetzt das Wasser im Mund zusammen laufen aber meine Fantasie reichte aus und wozu hatte ich Hände?
Ich könnte auf extrem dumme Gedanken kommen, es war sehr verlockend. Ich würde sehr gerne Küsse von oben bis unten auf ihm verteilen. Obwohl ich es nicht beabsichtigte, wurde es mir etwas wärmer. Sehr gerne würde ich ihn komplett ausziehen und dann vernaschen. Eine Reaktion von ihm blieb auch nicht lange aus. Erst schnappte er nur nach Luft und dann wurde er leicht unruhig dabei war ich noch lange nicht fertig mit ihm! Hätte mich auch gewundert wenn er nicht darauf regiert. “Höre auf!” Kam es dann doch irgendwann und ich dachte allen ernstes er gibt schon auf! Von mir aus spielen wir das ganze noch ein bisschen weiter.
“Warum?” Fragte ich scheinheilig und hörte natürlich nicht auf. Wer weiss wann ich wieder mal die Gelegenheit habe! “Das bringt mich nur auf dumme Gedanken” Ja von wegen, er sah schon so aus. Ja, es war dunkel aber nicht total, ich konnte sein Gesicht jedenfalls sehen. ”Die hast du doch sowieso schon” Antwortete ich frech und küsste ihn verführerisch am Hals. Zur Strafe hielt er meine Handgelenke fest. Ich lag inzwischen schon halb auf ihm und musste kichern. “Ich sage es dir! Höre auf oder ich garantiere für nichts mehr!”
Sollte das eine Drohung sein? Ich wollte ihn zu gerne weiter ärgern aber es ging schlecht da er ja meine Arme festhielt. Je mehr er sich sträubt, umso mehr will ich ihn. Da ich es nicht lassen konnte, küsste ich ihn am Hals. Er versuchte erst sich zu wehren aber es gab kein entkommen, nicht wenn ich über ihm liege. Langsam küsste ich mich seinen Hals nach oben und knabberte dann an seinem Ohrläppchen, ich wusste doch genau das es ihm gefällt! Meine Arme liess er dann wieder los und seine Hände schienen sich selbstständig zu machen und verschwanden unter meinem Oberteil an meinem Rücken. Da es ihm wohl zu lange dauerte, kürzte er das ab und küsste mich leidenschaftlich. Huh, wieso war es denn plötzlich so heiss?
Ich konnte mich kaum retten vor seinen Küssen. Fast kam es dazu das ich total die Kontrolle über mich verloren hätte aber eben nur fast. Rafa schien es schon egal zu sein, ich wurde das Gefühl nicht los, das ich mit ihm machen könnte was ich will.

Das Gefühl war richtig gut! Es eilt ihm der Ruf voraus, das er niemals aufgibt. Umso schöner war es das er sich durch ein paar Küsse an den richtigen Stellen total gehen lässt. Da ich ja nicht ruhig auf ihm lag, schien das irgendwie Auswirkungen zu haben bei ihm, es war offensichtlich das sich was tut bei ihm. Obwohl ich nicht aufhören wollte damit, löste ich mich wieder von ihm und grinste ihn gehässig an. “Ich wünsche dir eine gute Nacht und träume was schönes!” ”Was?” Kam es mit einem leicht schockierten Gesicht.
“Du hast mich schon verstanden” ”Du kannst doch jetzt nicht einfach gehen!” “Warum nicht? Du kannst mit deinen Händen auch noch andere Dinge machen als nur Tennis spielen. Denke mal drüber nach!” Sein Gesicht darauf hin war so herrlich, ich konnte mich kaum halten vor lachen. “Wenn du jetzt gehst, wirst du es bereuen!” Kam es dann noch ernst. ”Warum gleich so aggressiv?” Da er nichts sagte und mich nur mit großen Augen ansah, nutzte ich die Chance und stand auf.
Er dachte wohl noch immer das ich Scherze mache aber bevor er es sich versah, war ich schon aus dem Zimmer verschwunden.

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